Große Sprachmodelle erzeugen flüssigen Text aus Mustern, die sie während des Trainings gelernt haben, doch sie kennen von sich aus weder Ihre Dokumente noch Ihre neuesten Zahlen oder Fakten, die nach ihrem Trainingsstichtag entstanden sind. Retrieval-augmented Generation schließt diese Lücke, indem sie das Modell nachschlagen lässt, bevor es antwortet, sodass jede Antwort in einer von Ihnen kontrollierten Quelle verankert ist statt allein im Gedächtnis.
Wie RAG funktioniert
Ein RAG-System hat zwei Stufen. Zuerst der Abruf: Die Anfrage wird in ein Vektor-Embedding umgewandelt und mit einer Wissensquelle abgeglichen — oft einer Vektordatenbank aus Dokumentabschnitten —, um die relevantesten Passagen herauszuholen. Dann die Generierung: Diese Passagen werden als Kontext in den Prompt des Modells eingefügt, und das Modell schreibt eine darauf gestützte Antwort. Das Ergebnis ist Text, der konkretes Material widerspiegelt statt einer bloßen Vermutung.
Warum es wichtig ist
Der Abruf hält Antworten korrekt und aktuell, ohne das Modell neu zu trainieren, was langsam und teuer ist. Weil die Antwort an abgerufenem Text verankert ist, reduziert RAG Halluzinationen und lässt ein allgemeines Modell zu privatem oder sich schnell änderndem Wissen sprechen — den Richtlinien eines Unternehmens, einem Produktkatalog, einer Supporthistorie. Zudem werden Antworten transparenter, da die zugrunde liegenden Passagen angezeigt und geprüft werden können.
So funktioniert es in DraftKite
DraftKite nutzt RAG in seiner optionalen Wissensdatenbank. Sie laden Dokumente hoch — FAQs, Preise, Produktfakten — und DraftKite zerlegt sie und bettet sie in einen Vektorspeicher ein. Trifft eine neue E-Mail ein, ruft es die für genau diese Nachricht relevantesten Passagen ab und fügt sie als Kontext hinzu, bevor es eine Antwort entwirft, sodass der Entwurf Ihre eigenen Informationen widerspiegelt. Der Entwurf wartet weiterhin in Ihrem Entwurfsordner, bis Sie ihn prüfen und senden.